Zu Gast auf der Bioenergy 2016

Begleitforschung erhält positive Resonanz für innovative Bewertungsansätze in Washington

Seit 2008 lädt das US-Department of Energy in Washington (DoE) einmal im Jahr Hunderte internationale Wissenschaftler und Akteure der Bioökonomie zur großen Bioenergy-Konferenz in das Walter E. Washington Convention Center. Erreichen möchten die Gastgeber, zu denen auch die Clean Energy Research and Education Foundation (CEREF) zählt, vor allem eines: Auf internationaler Ebene Entscheidungsträger im öffentlichen und privaten Bereich mit Experten vernetzen und die Transformation hin zu einer biobasierten Ökonomie weiter vorantreiben.

Mobilizing a billion Tons”

In diesem Jahr stand die Veranstaltung, die vom 12. bis 14. Juli mehr als 300 Teilnehmer und über 90 Sprecher zählte, unter dem Motto „Mobilisierung der Bioökonomie durch Innovation“. Der Fokus der Konferenz galt den Fragen, wie die künftige Versorgung der bioökonomischen Produzenten mit Rohstoffen verbessert und technologische Barrieren durchbrochen werden können, um Produktionskreisläufe zu optimieren. Reges Interesse der Veranstalter und Teilnehmer galt dabei den Themenkomplexen Innovationen & Visionen, Einsatzmaterialien, Prognosen und Angebotsanalysen, Marktforschung und dem strategischen, öffentlichen Engagement.

Versuch einer ganzheitlichen Bilanzierung

Die Leiterin des Themengebietes Begleitforschung, Frau Prof. Dr. – Ing. Daniela Thrän präsentierte die analytischen Kriterien zur Erstellung von Ökobilanzen am 13. Juli auf der einflussreichen Veranstaltung. Sie lieferte als Vertreterin des Clustermitglieds Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) dabei verschiedene Bewertungsansätze, die eine ganzheitliche Bilanzierung der wirtschaftlichen, technischen und sozialen Aspekte der Bioökonomie ermöglichen und vertrat damit ihr Kollegium: Dr. Alberto Bezama, Maik Budzinski, Stefan Majer, Roy Nitzsche und Anke Siebert.

An eine kurze Einführung in die nationale Bioökonomie in Deutschland im Allgemeinen und die Arbeit des Spitzenclusters BioEconomy in Mitteldeutschland im Speziellen schloss sich ein kleiner Exkurs durch innovative, bioökonomische Entwicklungen in verschiedenen Industriezweigen von Implantaten aus Spinnenfasern über Biopharmaka auf Proteinbasis bis hin zu biobasierten Baustoffen an.

Methodenmix – Potenzial erkennen, Chancen nutzen

Anschließend widmeten sich die Redner den Herausforderungen von Managementtools für die Bioökonomie und damit der zentralen Frage, wie Prozesse, Ausstattungen, Produkte, Hersteller, Umgebung und äußere Parameter mit verschiedenen Methoden sinnvoll im Hinblick auf Nachhaltigkeit bewertet werden können, um Optimierungspotenziale aufzuzeigen.

Mit einem Methodenmix aus Life-Cycle-Assessment, Life-Cycle-Costing und Social Life-Cycle-Assessment gelang es den Referenten des Helmholtzzentrums eine Toolbox zur Bewertung, Verwaltung und Transformation der Bioökonomie zu erstellen. Mit ihrer Hilfe können Chancen und Risiken früh erkannt, Prozesse optimiert und die direkten Auswirkungen auf die Menschen in der Region ermittelt werden.

Das Konzept stieß bei den Veranstaltern und dem internationalen Publikum gleichermaßen auf großes Interesse und legt einen weiteren Grundstein zur erfolgreichen Transformation in eine biobasierte Wirtschaft.

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