Bioökonomie hält Einzug auf der enertec/ TerraTec

Basischemikalien und Energie aus Reststoffen – Non-Food-Biomasse als Rohstoff der Zukunft

Die enertec LeipzigLeipzig / Halle. Als Kooperationspartner der Messe Leipzig ergänzt der Spitzencluster BioEconomy vom 27.-29.01. 2015 erstmals die Tandemmesse enertec/TerraTec der Energie- und Umweltwirtschaft in Leipzig. So werden am Beispiel des Rohstoffs Buchenholz am Messestand des Clusters (Halle 2, Stand F 18) innovative Nutzungspfade präsentiert. Fachliche Einblicke in die Grundlagen einer biobasierten Wirtschaft liefert der Themenblock „Bioökonomie“ des Spitzenclusters am 28. Januar 2015 beim Forum „enertec dezentral“.

Am Beispiel des Rohstoffs Buchenholz werden am Messestand des Spitzenclusters BioEconomy innovative Nutzungspfade präsentiert, die derzeit in BMBF-geförderten Verbundprojekten mit einem Gesamtvolumen von 80 Millionen Euro Förderbudget entstehen. Die gemeinsame Projektarbeit bildet eine der Grundlagen für die Etablierung der Region Mitteldeutschland als europäische Modellregion für die Bioökonomie. Diese Zielstellung untermauert das Land Sachsen-Anhalt, das in seiner Regionalen Innovationsstrategie Anfang 2014 einen eigenen Leitmarkt „Chemie und Bioökonomie“ verankert hat. Unternehmen, die auf biobasierte Rohstoffe setzen wollen, heißt man hier herzlich willkommen.

Fachliche Einblicke in die Grundlagen einer biobasierten Wirtschaft liefert auch der Themenblock „Bioökonomie“ des Spitzenclusters am 28. Januar 2015 beim Forum „enertec dezentral“. Hier geben von 10:30 bis 12:00 Uhr drei Fachreferenten Einblick in ihre Arbeit: Gerd Unkelbach und seine Arbeitsgruppe forschen am Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse an der Skalierung von Bioraffinerieprozessen, u.a. auf der Basis von Lignocellulose. Dr. Martin Zenker ist Entwicklungsleiter bei der Zellstoffwerke Stendal GmbH. Das Unternehmen betreibt an seinem Standort in der Altmark das größte Biomassekraftwerk Europas und befasst sich mit den Chancen einer bereits traditionell holzverarbeitenden Industrie in einer aufkommenden Bioökonomie. Anett Schindler vom LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH beschäftigt sich in der Projektarbeit mit der kombinierten stofflichen und energetischen Verwertung biogener Reststoffe aus Bioraffinerieprozessen.

Der Spitzencluster BioEconomy beschäftigt sich mit der stofflichen und energetischen Nutzung von Non-Food-Biomasse. Damit widmen sich die bereits mehr als 70 Clusterakteure aus Industrie und Forschung der Optimierung und Erweiterung ganzer Wertschöpfungsketten auf der Basis nachwachsender Rohstoffe. Ziel ist deren wettbewerbsfähige Verarbeitung als Alternative zu Erdöl und Erdgas im industriellen Maßstab. Im Sinne der Kaskadennutzung von Reststoffströmen spielt hier auch die Energie eine zentrale Rolle.

 

 

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