Bioökonomie als Zukunftssektor für die Energie- und Umweltbranche

//Bioökonomie als Zukunftssektor für die Energie- und Umweltbranche

Bioökonomie als Zukunftssektor für die Energie- und Umweltbranche

Leipzig. Vom 27. bis 29. Januar 2015 präsentierte der Messeverbund aus TerraTec und enertec auf dem Leipziger Messegelände ein breites Spektrum an Innovationen im Bereich der Umwelt- und Energietechnik. Auch die Bioökonomie floss erstmals als Forumsthema in das Veranstaltungsprogramm ein. Neue Perspektiven insbesondere für stoffliche Anwendungen von Reststoffströmen wurden u.a. unter dem Motto „Holz trifft Chemie“ auch am Messestand des Spitzenclusters BioEconomy präsentiert. Die Bilanz von insgesamt 8.000 Besuchern spiegelte die schwierige Lage der Branche wider (Vgl. 2013: 10.900). Jedoch bezeugten die Qualität der Fachgespräche und die erneute Ausrichtung der internationalen Kooperationsbörse „Green Ventures“ einmal mehr den Status als internationaler Branchentreff.

Fachgespräche zur stofflichen Nutzung von Biomasse am Messestand des BioEconomy Clusters (Foto: Messe Leipzig / Jens Schlüter)

Fachgespräche zur stofflichen Nutzung von Biomasse am Messestand des BioEconomy Clusters (Foto: Messe Leipzig / Jens Schlüter)

Bioökonomische Ansätze für die Energie- und Umweltbranche

Um Biomasse und Bioenergie drehte sich alles im gleichnamigen Teil des Forums „enertec dezentral“. Insbesondere am Mittwoch, 28. Januar erfuhren die Fachbesucher hier mehr zum Thema Bioökonomie. So skizzierte Gerd Unkelbach vom Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna den Rohstoffwandel vom Erdöl zur Biomasse sowie die Etablierung und Skalierung von Bioraffinerieprozessen. Dr. Martin Zenker, Entwicklungsleiter bei der Zellstoffwerke Stendal GmbH, stellte bioökonomische Ansätze für die Nutzung von Koppelprodukten aus der Zellstoffproduktion dar. Neben Tallöl und Terpentin sind hier in der weiteren Verarbeitung von Reststoffströmen zukünftig auch Basischemikalien denkbar. Anett Schindler von der LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH erläuterte die Ansätze ihrer Projektarbeit zur kombinierten stofflichen und energetischen Verwertung biogener Reststoffe, wie z.B. Klärschlämme.

Hydrothermale Prozesse als Zukuftssektor

In einem anschließenden Expertengespräch zeigten Podiumsteilnehmer des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, des Deutschen Biomasseforschungszentrums DBFZ und des Fraunhofer CBP Potentiale für das noch junge Arbeitsfeld der hydrothermalen Prozesse auf, die ebenfalls diverse Möglichkeiten einer stofflichen und energetischen Anwendung bieten. Diesem Thema war auch eine Nachmittagsveranstaltung des DBFZ gewidmet, die den Auftakt für ein HTP-Innovationsforum bildete. Hydrothermale Prozesse heben das Potential wasserreicher Biomasseströme, indem sie Wasser als Reaktionsmedium nutzen. Sie wandeln Biomasse in feste, flüssige oder gasförmige Kohlenstoffträger um, die als Energieträger, Kraftstoff, Plattformchemikalie oder in der stofflichen Kohlenutzung weiter veredelt werden können.

Angesichts der schwierigen Markt- und Rahmenbedingungen in der Branche wurde mit rund 8.000 Besuchern die sehr gute Zahl der letzten enertec/TerratTec (2013: 10.900) nicht erreicht. Dennoch zogen viele Aussteller eine positive Bilanz und lobten den hohen Fachbesucheranteil sowie die Qualität der Gespräche an den Ständen. „Dank der richtigen Angebotsmischung mit aktuellen Schwerpunkten untermauerten TerraTec und enertec ihren Status als international bedeutendes Messeduo für die gesamte Branche“, erklärt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe und ergänzt: „Die Kombination von Ausstellung, vielfältigem Fachprogramm und der internationalen Kooperationsbörse Green Ventures sorgte für einen überregionalen Austausch und zahlreiche Geschäftsanbahnungen.“ An den drei Messetagen zeigten 327 Aussteller aus 16 Ländern ihre Produkte und Lösungen.

 

2015-02-01T17:02:21+00:00 Februar 1st, 2015|Allgemein|

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