Die Wiege der niederländischen Bioökonomie

//Die Wiege der niederländischen Bioökonomie

Die Wiege der niederländischen Bioökonomie

3Bi-Clustermitglied Biobased Delta im Portrait

Der attraktive Südwesten der Niederlande, der sich ökonomisch vor allem durch seine rentable Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft, einen sehr starken Chemiesektor und den gut etablierten Bereich Gartenbau auszeichnet, gilt als Vorreiter im Bereich der Bioökonomie. Hier arbeiten im Rahmen des Biobased  Delta Clusters seit geraumer Zeit Unternehmen und Forschungsinstitute gemeinsam mit der niederländischen Regierung daran, eine biobasierte Wirtschaft zu etablieren. Intensive Vernetzungen zwischen Industrie, akademischen und staatlichen Einrichtungen, interdisziplinäre Projekte in Forschung, Entwicklung und Demonstration und erfolgreiche kommerzielle Partnerschaften sind bereits heute Resultat der intensiven Bemühungen.

Drei Säulen der Nachhaltigkeit

Während sich das BioEconomy Cluster auf den Bereich Holz konzentriert und sich das britische 3Bi-Mitglied BioVale auf den Themenkomplex Bioabfälle spezialisiert hat, gilt das vorrangige Interesse von Biobased Delta einer Reihe neuartiger biologischer Ressourcen für die chemische Industrie. Ähnlich wie der französische 3Bi-Vertreter IAR untersucht das niederländische Clustermitglied unter anderem das Potenzial nachwachsender Rohstoffe aus der Landwirtschaft und von Algen für Food- und Non-Food-Produkte. In seiner Arbeit fokussiert sich Biobased Delta dabei auf drei Säulen: grüne Rohstoffe, grüne Bausteine und nachhaltige Prozessindustrie.

Meeresgold und Pflanzenfasern

Im Bereich der grünen Rohstoffe erforschen und bewerten die niederländischen Experten unter anderem, wie Seetang und Algen für die Reinigung von Abwasser genutzt oder als Element für Biokunststoffe und Biodiesel verwendet werden können. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die praktische Erforschung natürlicher Inhaltsstoffe aus neuen und spezifischen Kulturen und die Entwicklung von Methoden zur Extraktion entsprechender Substanzen und Fasern aus Pflanzen dar. Die Erkenntnisse über Naturfasern kommen dabei beispielsweise der Baubranche – speziell beim Einsatz von Auberginenfasern für Fassadenverkleidungen – oder der Automobilproduktion – für den Einsatz von Biocomposites aus Flachsfasern bei der Herstellung von Motorrollern – zugute.

Alternative Aromaten und „saubere“ Technologien

Integraler Bestandteil der Biobased Delta Bemühungen ist es ebenfalls, alternative Aromaten aus grünen Rohstoffen zu entwickeln, um beispielsweise bei der Herstellung von Beschichtungen wie Farbe oder Klebstoff die chemischen Aromaten Benzol, Toluol, Xylol oder Phenol künftig effektiv zu ersetzen. Darüber hinaus strebt das Cluster im Bereich Prozessindustrie einen Ausbau „sauberer“ Technologien in Kombination mit dem Einsatz grüner Rohstoffe und erneuerbarer Energien an.

Globaler Übergang zu einer biobasierten Wirtschaft

Unsere niederländischen Partner möchten in den nächsten Jahren ihre Vorreiterrolle  stärken und den Übergang zu einer biobasierten Ökonomie beschleunigen. Hierzu forciert das Cluster grenzüberschreitende Kooperationsprojekte – wie das 3Bi-Cluster – und pflegt bereits heute intensive Beziehungen zu Experten und Businessprofis aus Flandern, Nordfrankreich oder Nordrhein-Westfahlen.

2016-05-30T14:15:04+00:00 Mai 30th, 2016|Allgemein|

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